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Rund ums Imkern

Meine Bienen

So halte ich meine Völker: Wo sie stehen, wie ich sie vermehre und wie ich sie gegen die Varroamilbe schütze.

Wie ich imkere

Carnica in Holzbeuten

Ich halte Carnica-Bienen in Magazinbeuten aus Holz im Zander-Maß. Die Königinnen ziehe ich selbst. Gelegentlich kaufe ich bei einem Züchter zu. Die jungen Königinnen paaren sich im Flug mit Drohnen aus der Umgebung der Bienenstände (Standbegattung), auf die Vaterseite habe ich keinen Einfluss.

Meine Völker stehen an zwei Standorten in Schwenke und Umgebung, etwa drei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. An einem stehen die Wirtschaftsvölker, am anderen die Ableger. Der Honig stammt ausschließlich von den Wirtschaftsvölkern.

Wie viele Völker ich halte

Das schwankt von Jahr zu Jahr: Über den Winter halte ich es meist bei maximal 8 Völkern, im Sommer werden daraus über Ableger rund 16. Im Herbst vereinige ich sie wieder zu 8, damit jedes Volk eine frische Königin hat. Neueinsteigern rate ich trotzdem zu zwei bis drei Völkern, wie auf der Seite Imkern in 5 Minuten beschrieben.

Zwei dunkel gebeizte Holzbeuten mit Zinkdeckeln nebeneinander auf einem Holzgestell, die linke aus vier, die rechte aus zwei übereinander gestapelten Zargen
Zwei Völker, zwei Höhen: Links stehen vier Zargen übereinander, rechts zwei.

Mein Verfahren

Wie ich gegen die Varroamilbe vorgehe

Die Varroamilbe ist die größte Gefahr für ein Bienenvolk. Ich behandle mit Ameisensäure 60 % ad us. vet. nach der Schwammtuchmethode von oben. Das ist meine persönliche Praxis aus vielen Jahren. Wer neu anfängt, lässt sich die Behandlung am besten im Imkerverein oder im Kurs zeigen. Dort lernt man auch, wie sich der Befall kontrollieren lässt.

So läuft die Behandlung

  • Schwammtuch: ein Haushaltsschwammtuch aus saugfähigem Material, ausgewaschen und trocken. Es gibt günstige Tücher zum Beispiel bei Aldi. Neue Tücher wasche ich vorher aus. Ein Tuch nutze ich eine Saison lang mehrfach, danach gehört es nicht mehr in die Küche.
  • Säure: Ich kühle sie nicht. Das Tuch wird beträufelt und von oben auf die Rähmchen gelegt.
  • Menge nach Volksstärke: bienenreiche Völker bekommen etwa 50 ml, mittelgroße etwa 40 ml (das entscheide ich am Volk), schwache etwa 35 ml (danach vereinige ich sie schnell). Die Menge hängt nicht von der Zahl der Zargen ab. Das ist meine Erfahrung und ein Vorteil der 60-prozentigen Säure.
  • Wetter: Am besten wirkt die Behandlung bei etwa 25 °C. Unter 18 °C oder bei Regen wirkt sie nicht.
  • Gaben: Pro Behandlung gebe ich dreimal Säure, verteilt auf etwa sieben Tage. Bei warmem Wetter lege ich an zwei Tagen hintereinander nach.
  • Termine: dreimal im Jahr, Mitte Juli, Mitte August und Mitte September. Nach jeder Behandlung folgen etwa drei Wochen Ruhe, bis die nächste Bienengeneration geschlüpft ist. Dazwischen füttere ich auf.
Vorsicht: Ameisensäure ist ätzend, und ihre Dämpfe sind schwerer als Luft. Schutzbrille und Handschuhe sind Pflicht, und man beugt sich nicht über die offene Beute. Die Ausbildung zum Bienensachverständigen (2012) hat mir den Blick für Bienengesundheit mitgegeben, mehr dazu auf Über mich.

Und im Winter?

Die Winterverluste in meiner Imkerei sind sehr niedrig. Völker, die an der Varroamilbe sterben, sind meist schon im November tot, denn dann zeigt sich, ob die Behandlung gewirkt hat. Verluste im Winter haben dann meist eine andere Ursache: Hunger bei geizig bemessenem Winterfutter. Der Ablauf des ganzen Jahres steht im Imkerjahr.

Live am Bienenstand

Ein Blick ins Bienenjahr

Direkt am Flugloch: Hier herrscht Betrieb, solange das Wetter mitspielt.
Schwarmzeit: Im Frühjahr teilt sich ein starkes Volk und zieht mit der alten Königin aus. Dann heißt es aufmerksam bleiben.
Ganz nah: Wächterbienen, Heimkehrer und ein Flugloch, an dem ständig etwas los ist.
Am Anflugbrett: Ein ruhiger Blick entlang der Beuten, dazwischen landen und starten die Bienen.
Auffüttern für den Winter: Unter der blauen Folie liegt Futterteig, die Folie verhindert, dass er austrocknet. Die Bienen nehmen ihn dicht an dicht an.

Bibeltext: Schlachter 2000, © 2000 Genfer Bibelgesellschaft

Bibeltext: Schlachter 2000, © 2000 Genfer Bibelgesellschaft